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FLOHMARKT BOCHUM

GERD TH. POKATZKY und seine Flohmakt-Plakate

Vorwort aus dem Buch 20 Jahre Flohmarkt Bochum

20 Jahre, Monat für Monat, erscheint ein Plakat, das auf einen Flohmarkt aufmerksam machen soll, für diese Veranstaltung werben soll. Themen sin Motive von alten Postkarten und Fotos, denen eine witzige, auf den Flohmarkt hinweisende Pointe unterschoben wird. Gerd Th. Pokatzky, Photograph, Werbegraphiker, Designer, wirbt für seine eigene Veranstaltung. Plakate zu entwerfen gehört ja zu seinem Beruf. Wie kommt ein Designer da zu, einen Flohmarkt zu organisieren, Auktionen für Amnesty International zu veranstalten und vieles andere mehr? Pokatzky sah in seinem Beruf nie nur Selbstzweck, ihn interessierten immer die breiteren Zusammenhänge, besonders die den Menschen, seine Beziehungen, die Kommunität und die Gesellschaft betreffen. Beim Flohmarkt geht es ihm weniger um Markt als um die Atmosphäre der Begegnung von Menschen. Bei den Plakaten geht es neben der Werbung um eine Botschaft, die Pokatzky an die Öffentlichkeit bringen will. So finden wir auf den Plakaten neben den webenden und informierenden Texten provozierende Sätze, die sich kritisch ironisch mit Missständen in der Stadt, im Land oder überhaupt auseinandersetzen. Sie gehen auf das Thema des Fotos ein und persiflieren es. Häufig werden heiße Eisen angefasst. Wenn man heute nach zwanzig Jahren all die Plakate Revue passieren lässt, ist es als ob man in einer Chronik blättern würde, die unsere Geschichte bildhaft darstellt. Man kann in den Plakaten selbst, in den Themen, in den Texten auch eine eigene Entwicklung und Veränderungen feststellen; sie resultieren aus dem Streben, den Menschen auf der Straße mit der Botschaft zu erreichen, ihn für die Sache ein zu nehmen, engagieren, aber auch aus Zweifel, ob man das selbst gesteckte Ziel erreicht hat oder so überhaupt erreichen kann. Ergebnis ist keine Regnation, sondern Realisation, die es immer wieder neu versuchen. Das es stets wider den tierischen Ernst geschieht, menschliche, humanistische Komponente dieser Aussagen. Wichtig ist auch, dass die Pointe, der Witz aus dem Bild hervorgehen. Die Metapher gibt dem Plakat einen poetischen Aspekt. Auf jeden Fall möchte ich Pokatzkys Plakate auch weiter nicht missen.

Peter Spielmann Museumsdirektor Bochum

 

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